SachsenShishabars und Spätis im Leipziger Osten sind Drogenhotspot

Die Eisenbahnstraße im Leipziger Osten gilt seit vielen Jahren als Schwerpunkt des Drogenhandels. Langfristig verbessert die Schließung von Shishabars und Spätis die Sicherheitslage kaum.
Leipzig (dpa/sn) - Shishabars, Spielotheken und Spätis im Leipziger Osten rund um die Eisenbahnstraße sind laut Polizei ein Hotspot für Drogenhandel. Zwar gehe man mit der Stadt Leipzig regelmäßig dagegen vor und schließe entsprechende Läden, aber "häufig treten neue Geschäftsführer auf, die den Betrieb fortführen", heißt es von der Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die Schließung solcher Läden führe zu einer "örtlichen Verlagerung der Konsumenten". Gleichwohl gingen den Kriminellen durch das Vorgehen der Polizei "hohe Gewinne von mehreren zehntausend Euro im Monat verloren". Auch bewirkten verstärkte Kontrollen zumindest eine "kurzzeitige Verbesserung", sagte eine Sprecherin.
Im Sommer des vergangenen Jahres wurde an der Eisenbahnstraße eine neue Polizeistation eröffnet, um die Sicherheitslage zu verbessern. Zuvor war das Gebiet seit 2018 eine Waffenverbotszone gewesen. Für die Eisenbahnstraße selbst erhebt die Polizei keine gesonderte Statistik. Im Leipziger Osten ist die Zahl der erfassten Straftaten einer Sprecherin zufolge von 2016 bis 2025 um 32 Prozentpunkte gesunken. Demnach wurden für das vergangene Jahr im Ortsteil Neustadt-Neuschönefeld rund um die Eisenbahnstraße 1.861 Straftaten registriert.