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Rheinland-Pfalz & SaarlandWo gibt es das größte Potenzial an Wohneigentum?

16.10.2026, 11:51 Uhr
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Saarland und Rheinland-Pfalz liegen bei möglichem Wohneigentum für die nächste Generation vorn. Warum eine Studie trotzdem keinen "Silver Tsunami" erwartet.

Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) - Mit Blick auf den möglichen Wechsel von Wohneigentum von älteren Besitzern sieht eine Studie das bundesweit größte Potenzial in Rheinland-Pfalz und im Saarland. An der Spitze stehe der Kreis Südwestpfalz: Dort gebe es rechnerisch gut viermal so viele ältere Eigentümerhaushalte wie jüngere Mieterhaushalte.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Kreise Kusel und St. Wendel, wie aus der Studie "Zwischen Stadt und Land: Wohneigentumsbildung im demografischen Wandel" hervorgeht, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und die IW Consult im Auftrag des Verbands der Sparda-Banken erstellt haben.

Die Studie vergleicht für alle 400 Kreise und kreisfreien Städte die Zahl der Mieterhaushalte zwischen 30 und 44 Jahren, dem typischen Alter für den Erwerb von Wohneigentum, mit der Zahl älterer Eigentümerhaushalte ab 65 Jahren. Betrachtet werden demnach Einpersonenhaushalte sowie Paarhaushalte ohne Kinder.

Große Welle sieht die Studie nicht

Eine generationsbedingte Welle frei werdender Häuser, häufig als "Silver Tsunami" bezeichnet, ist nach Einschätzung der Studienautoren dennoch nicht zu erwarten. Viele ältere Menschen blieben lange im eigenen Haus.

Zudem liege das rechnerische Potenzial vor allem im ländlichen Raum, während junge Familien häufig in den Städten suchten. Bundesweit leben laut Studie neun von zehn jungen Mieterhaushalten in Kreisen, in denen es mehr junge Mieter als ältere Eigentümer ab 75 Jahren gibt.

Ob aus den Zahlen tatsächlich Wohneigentum für die nächste Generation werde, hinge von der Lebenssituation der Eigentümer, vom Zustand und Preis der Immobilien sowie von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Region ab, hieß es.

Quelle: dpa

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