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Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt macht mehr Schulden – Rechnungshof warnt

01.10.2026, 10:47 Uhr
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Rechnungshofpräsident Barthel warnt: Sachsen-Anhalt steuert finanziell auf harte Zeiten zu. Trotz Schuldenbremse steigt die Verschuldung.

Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt hat sich das Verschuldungstempo seit Einführung der Schuldenbremse im Jahr 2020 nach einer Analyse des Landesrechnungshofs erhöht. In nur sechs Jahren seien knapp fünf Milliarden Euro neue Schulden gemacht worden, teilte der Rechnungshof mit. Von 1990 bis 2019 seien die Schulden auf rund 20,2 Milliarden Euro angewachsen. Zuletzt lag der Schuldenstand des Landes bei etwa 24,9 Milliarden Euro.

Die Handlungsspielräume in der Zukunft würden massiv eingeengt, sagte Rechnungshofpräsident Kay Barthel in Magdeburg. "Finanzpolitisch wird es ungemütlich in den nächsten Jahren." Barthel forderte die Landespolitik auf, Einsparungen beim Personal vorzunehmen. Martin Werding aus dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betonte, es seien strukturelle Reformen notwendig.

Quelle: dpa

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