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Berlin & BrandenburgGedenken an Hamas-Terror - Aufruf zu extremistischer Demo

01.10.2026, 13:23 Uhr
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Ein Aufruf zu einer antiisraelischen Demonstration am 7. Oktober in Berlin sorgt für Ermittlungen: Die Polizei prüft, ob darin Gewalt verherrlicht wird.

Berlin (dpa/bb) - Zahlreiche Gedenkveranstaltungen erinnern in Berlin am 7. Oktober an den Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel im Jahr 2023. Zugleich gibt es einen Aufruf zu einer antiisraelischen und propalästinensischen Demonstration, der durch seine Aufmachung und seinen Text seine Unterstützung für den Terror erkennen lässt. Die Polizei ermittelt dazu.

Am Mittwochnachmittag nächster Woche gibt es eine zentrale Gedenkveranstaltung mit Reden des israelischen Botschafters Ron Prosor und von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Deutsch-Israelische Gesellschaft gedenkt in Steglitz-Zehlendorf mit der Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg.

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz nahe dem Ku'damm ist am Abend ein Gedenkgottesdienst der evangelischen und der katholischen Kirche mit Bischof Christian Stäblein, Erzbischof Heiner Koch und Rabbiner Andreas Nachama geplant.

Der Aufruf zu der antiisraelischen Demonstrationen beim Internetportal Instagram lautet "Until total Liberation" (deutsch: bis zur vollständigen Befreiung). Abgebildet ist eine Planierraupe, die einen Zaun und Stacheldraht durchbrochen hat.

Mit solchen Planierraupen fuhren Terroristen der Hamas am 7. Oktober 2023 aus Gaza durch den Grenzzaun auf israelisches Gebiet. Mehrere tausend schwer bewaffnete Terroristen in Autos und auf Motorrädern folgten und überfielen israelische Siedlungen, töteten mehr als 1.000 Menschen und entführten zahlreiche Geiseln.

In dem Aufruf zu der Demonstration ab 18.00 Uhr von Kreuzberg nach Neukölln wird der 7. Oktober als Aufstand gegen den "Zionismus" bezeichnet und als "Leuchtfeuer der Standhaftigkeit". Das LKA Berlin ermittelt dazu wegen Gewaltverherrlichung.

Zugleich ist diese Demonstration von einer Privatperson mit 150 Teilnehmern angemeldet, die vom Schlesischen Tor zum Hermannplatz in Neukölln laufen soll. Dazu gebe es noch Gespräche mit dem Anmelder. Aufruf und Anmeldung müssten nicht von demselben Menschen stammen, hieß es von der Polizei.

Quelle: dpa

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