Regionalnachrichten

Niedersachsen & BremenBahn saniert bis 2031 weniger Strecken

09.10.2026, 14:11 Uhr
image

Die meisten dürften sie kennen - und viele sich darüber ärgern: die Unpünktlichkeit der Bahn. Grund dafür ist auch der schlechte Zustand der Infrastruktur. Das ändert sich nun langsamer als geplant.

Hannover/Bremen (dpa/lni) - In den kommenden fünf Jahren sollen in Niedersachsen und Bremen weniger vielbefahrene Bahnstrecken saniert werden als bislang geplant. Bis 2031 sollten in den beiden Ländern 4 statt 6 Strecken umfassend erneuert werden, teilten die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium mit. Die beiden übrigen Sanierungen werden demnach nicht gestrichen, sondern verschoben. In beiden Fällen ist Bremen betroffen.

Bundesweit sollen den Angaben zufolge bis 2031 nur noch 13 statt 21 Strecken erneuert werden. Die Priorisierung der Korridorsanierungen ab 2032 erfolge im kommenden Jahr. Bis wann die Generalsanierungen aller rund 40 geplanten Strecken abgeschlossen sein werden, ist damit völlig offen. Zuvor war geplant, bis 2036 fertig zu werden.

Diese Strecken werden in den Ländern bis 2031 saniert

Folgende Strecken sind bis 2031 zur Sanierung vorgesehen:

2027: - Lehrte-Berlin (läuft bereits)

2029: - Hamburg-Hannover

2030: - Uelzen-Stendal

2031: - Lehrte-Groß Gleidingen

Diese Strecken fallen in Niedersachsen und Bremen zunächst weg

Folgende Strecken werden erst nach 2031 angegangen. Wann genau, ist bisher noch offen:

- Bremen-Bremerhaven (ursprünglich geplant: 9. Juli bis 11. Dezember 2027) - Bremen-Hamburg (ursprünglich geplant: 27. Juni bis 13. Dezember 2031)

Konzept der alten Bundesregierung

Das Konzept der Generalsanierung war unter dem früheren Bundesverkehrsminister Volker Wissing und dem damaligen Bahnchef Richard Lutz entstanden und wurde im Februar 2023 vorgestellt. Bis 2031 sollten rund 40 Bahnstrecken in Deutschland über Monate gesperrt und saniert werden. Dafür sollten sie im Anschluss für rund zehn Jahre baufrei bleiben und deutlich weniger störanfällig sein. Jetzt wurde bekanntgegeben, die Strecken sollten "möglichst bis zu zehn Jahre weitgehend frei von größeren baubedingten Einschränkungen" bleiben.

Die bisherigen Sanierungen änderten an der schlechten Pünktlichkeit im Gesamtnetz nichts. Im ersten Halbjahr 2026 waren weniger als 60 Prozent der Fernzüge in Deutschland pünktlich unterwegs.

Quelle: dpa

Regionales