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Berlin & BrandenburgWissenschaftssenatorin gratuliert Berliner Nobelpreisträger

05.10.2026, 15:05 Uhr
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(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an einen Berliner Forscher. Für die Wissenschaftssenatorin ein Anlass zu großer Freude.

Berlin (dpa/bb) - Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra hat dem Forscher Peter Hegemann von der Humboldt-Universität Berlin zum Medizin-Nobelpreisträger gratuliert. "Das ist eine herausragende Auszeichnung und würdigt eine beeindruckende wissenschaftliche Leistung, die unser Verständnis des Gehirns grundlegend verändert hat", teilte Czyborra (SPD) mit.

Hegemann bekommt den diesjährigen Nobelpreis für Medizin gemeinsam mit dem Würzburger Georg Nagel und dem US-Forscher Karl Deisseroth. Ausgezeichnet werden ihre Entdeckungen im Bereich lichtgesteuerter Ionenkanäle und Optogenetik. Die Forscher erhalten jeweils ein Drittel des Preisgelds von umgerechnet rund einer Million Euro.

Jahrzehntelange Forschungsgeschichte

Die Auszeichnung sei auch eine Würdigung der jahrzehntelange Forschungsgeschichte Hegemanns, so die Senatsverwaltung für Wissenschaft. "Peter Hegemann hat mit seinen Arbeiten an lichtempfindlichen Proteinen aus Mikroalgen wesentliche Grundlagen für die Optogenetik geschaffen. Seine Forschung zeigte, wie biologische Prozesse durch Licht gesteuert werden können."

Gemeinsam mit den Arbeiten von Nagel und Deisseroth sei eine Technologie entstanden, die heute weltweit eingesetzt wird, um neuronale Schaltkreise zu untersuchen und die Mechanismen von Gehirn und Erkrankungen besser zu verstehen, so die Wissenschaftsverwaltung.

Berlin sei "stolz auf seinen neuen Nobelpreisträger"

Für den Wissenschaftsstandort Berlin sei dieser Nobelpreis Anlass zu großer Freude und Berlin sei stolz auf seinen neuen Nobelpreisträger, so Czyborra weiter. Der Nobelpreis mache die internationale Strahlkraft der Optobiologie-Forschung an der Humboldt-Universität sichtbar und zeige, welchen Wert ausdauernde Grundlagenforschung für die Medizin besitzt.

Hegemann selbst zeigte sich am Vormittag nicht öffentlich. An seinem Forschungsinstitut, dem Institut für Biologie der HU Berlin, tauchte er nicht auf.

Quelle: dpa

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