Regionalnachrichten

Nordrhein-Westfalen36 Jahre nach versuchtem Mord: Fall wird neu aufgerollt

05.10.2026, 15:09 Uhr
image

Mehrmals wird auf eine 18-Jährige eingestochen, trotzdem überlebt sie den Angriff. Der Täter blieb bisher unbekannt, jetzt nehmen Ermittler den Fall erneut unter die Lupe.

Krefeld (dpa/lnw) - 36 Jahre nach dem versuchten Mord an einer damals 18-Jährigen im Kreis Viersen sucht die Polizei Mönchengladbach erneut nach Zeugen. Ewa M. war am Abend des 12. August 1990 auf dem Heimweg von Krefeld nach Vorst von einem unbekannten Täter angegriffen und durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Sie überlebte den Angriff. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde zuletzt in den Jahren 1999 bis 2001 in dem Fall ermittelt.

Nach damaligen Erkenntnissen zog der Täter die junge Frau rund 50 Meter vor dem Ortseingang von Vorst in einen Graben und drohte, sie zu vergewaltigen. Anschließend stach er mehrfach auf sie ein. Als sich die 18-Jährige nicht mehr bewegte, flüchtete der Angreifer. Ewa M. gelang es, sich zurück in Richtung Fahrradweg und Landstraße zu bewegen. Ein Radfahrer fand sie auf einem Grünstreifen zwischen Radweg und Fahrbahn. Sie wurde dann in einem Krankenhaus notoperiert.

Hoffnung auf neue Hinweise

Wie die Polizei mitteilte, hoffen die Ermittler, dass moderne kriminaltechnische Möglichkeiten und Erkenntnisse aus der Gegenwart neue Perspektiven eröffnen. Der Cold Case ist Teil der Öffentlichkeitskampagne "Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich."

Der Täter wurde als eher unauffällig beschrieben. Er soll etwas größer als 1,65 Meter gewesen sein und akzentfreies Deutsch gesprochen haben. Nach Einschätzung der Polizei könnte seine Kleidung nach der Tat mit Blut verunreinigt gewesen sein. Auch eine Verletzung, insbesondere an den Händen, könne nicht ausgeschlossen werden.

Quelle: dpa

Regionales