Berlin & BrandenburgTag der Einheit: Innenminister ordnet "Dauerbeflaggung" an

Das Aufhängen der Deutschlandflagge ist bei einigen Menschen verpönt. Der Innenminister will mit dem Aufhängen der Fahne diese in die "Mitte" zurückholen. Sonst greifen aus seiner Sicht andere zu.
Potsdam (dpa/bb) - Vor dem Brandenburger Innenministerium und vier Behörden seines Geschäftsbereichs sollen künftig dauerhaft die Bundesflagge, die Landesflagge Brandenburgs und die Europaflagge hängen. Innenminister Jan Redmann (CDU) habe die Dauerbeflaggung angeordnet, teilte ein Sprecher seines Ministeriums mit. Neben dem Ministerium sollen die Flaggen vor dem Polizeipräsidium, der Hochschule der Polizei in Oranienburg, der Landesakademie für öffentliche Verwaltung sowie der Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz hängen.
Die Beflaggung ist ab dem 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, angeordnet. "Schwarz-Rot-Gold, der rote Adler und die Sterne Europas gehören zusammen. Und sie gehören keinem allein, sondern uns allen", sagte Redmann laut der Ministeriumsmitteilung. Schwarz-Rot-Gold werde benutzt, um Menschen auszugrenzen. Andere zuckten bei jeder schwarz-rot-goldenen Fahne zusammen und vermuteten dahinter eine fragwürdige Gesinnung, führte er aus. "Auf manchen CSD-Veranstaltungen ist sie gar unerwünscht. Beides ist falsch und hat dramatische Folgen. Wenn die Mitte die Fahne aus der Hand legt, greifen andere zu."