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Baden-WürttembergHunderte Handys in Gefängnisse im Südwesten geschmuggelt

16.10.2026, 04:03 Uhr
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Gefangene dürfen in der Haft keine Handys benutzen – immer wieder werden jedoch Geräte ins Gefängnis geschmuggelt. Wie das geht und mit welchen Maßnahmen es verhindert werden soll.

Stuttgart (dpa/lsw) - Im vergangenen Jahr hat die Polizei 311 ins Gefängnis geschmuggelte Handys in Baden-Württemberg sichergestellt. Mit 134 seien die meisten Geräte bei Kontrollmaßnahmen in Arbeits- und Freizeiträumlichkeiten, mit Hilfe von sogenannten Mobilfunkdetektoren sowie durch "die besondere Aufmerksamkeit von Bediensteten" gefunden worden, teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

117 Geräte seien den Gefangenen mutmaßlich von Menschen außerhalb der jeweiligen Haftanstalt über die Gefängnismauer geworfen worden. Das heißt, dass das Gerät in unmittelbarer Nähe zur Außensicherung sichergestellt wurde oder die Art der Verpackung diesem Vorgehen zugeordnet wird, wie es hieß.

45 der Geräte wurden bei Kontrollen in den Hafträumen sichergestellt, 13 bei Personenkontrollen und zwei Geräte bei dem Besuch einer externen Person. In den vergangenen Jahren seien auch in Briefen oder Paketen an die Gefangenen Handys gefunden worden. Den Angaben zufolge lag die Anzahl der sichergestellten Geräte in den vergangenen Jahren mit Schwankungen jeweils zwischen rund 450 und 270 Geräten.

Minister: "Eingeschmuggelte Handys gefährden die Sicherheit"

Als Mobiltelefone gelten den Angaben zufolge sämtliche mobilen Kommunikationsgeräte, das heißt Smartphones, Smartwatches und auch mobile Telefone ohne Internet wie etwa sogenannte Minihandys. Auf einem Instagram-Video des Ministeriums ist zu sehen, wie solche "Minihandys" aussehen – sie sind zum Teil kaum größer als ein Finger, können aber trotzdem zum SMS schreiben oder Telefonieren verwendet werden, und könnten aufgrund ihrer Größe sogar im Körper transportiert werden.

"Eingeschmuggelte Handys gefährden die Sicherheit im Gefängnis, weil Häftlinge damit Zeugen beeinflussen, Fluchtpläne schmieden oder Kontakte ins kriminelle Milieu halten können", sagte Justizminister Moritz Oppelt (CDU). Um das zu verhindern, nutzten die Justizvollzugsanstalten bereits effektive Maßnahmen wie Kameraüberwachung oder Handyspürhunde.

Quelle: dpa

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