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ThüringenTierquälerei in Thüringen: Mehr als 300 Straftaten

03.10.2026, 13:30 Uhr
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Mehrere hundert Fälle von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz hat die Polizei 2025 erfasst. Worum es dabei ging.

Erfurt (dpa/th) - Ein schwer verletztes Fohlen auf einer Weide, ein Hundewelpe mit eingeschlagenem Schädel, ein Rind mit eingewachsener Kette: Hunderte Fälle von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz haben im vergangenen Jahr die Behörden in Thüringen beschäftigt. 375 entsprechende Straftaten weist die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 auf. Im Bericht des Vorjahres waren es 410 Fälle gewesen.

Allerdings landen längst nicht alle Fälle von Tierquälerei auch in Polizeiakten, wie aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsabgeordneten Nadine Hoffmann hervorgeht. Darin aufgelistet sind aber nicht nur Fälle, in denen Tiere gezielt angegriffen oder misshandelt wurden. Häufig geht es bei den Verstößen auch um tierschutzwidrige Haltungsbedingungen oder schlechte Versorgung der Tiere.

In der Anfrage standen Verstöße gegen den Paragrafen 17 des Tierschutzgesetzes im Fokus. Dieser verbietet es etwa, Wirbeltiere ohne vernünftigen Grund zu töten, oder ihnen aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen. Wer dagegen verstößt, den kann eine Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren erwarten.

Quelle: dpa

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