Regionalnachrichten

ThüringenPrävention von Straftaten mit K.-o.-Trop­fen stärken

09.10.2026, 12:17 Uhr
image

Gesundheitsministerin Schenk fordert eine gesellschaftliche Ächtung von Tätern, die K.-o.-Trop­fen einsetzen. Welche Maßnahmen der Landtag zu dem Thema anregt.

Erfurt (dpa/th) - Die Abgeordneten im Thüringer Landtag sprechen sich dafür aus, mehr für die Prävention von Straftaten mit Hilfe sogenannter K.-o.-Tropfen zu tun. "Am Ende braucht es eine gesellschaftliche Ächtung von Menschen, von Männern, die überhaupt bereit sind, so eine Waffe zu ergreifen", sagte Thüringens Gesundheits- und Sozialministerin Katharina Schenk (SPD) in einer Debatte im Thüringer Landtag.

Ein Antrag von CDU, BSW und SPD wurde einstimmig von den Abgeordneten angenommen. Er sieht unter anderem vor, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf K.-o.-Tropfen zu stärken. Außerdem wird die Landesregierung gebeten, zusammen mit dem Landeskriminalamt nach Möglichkeiten zu suchen, eine Schlagworterfassung von Straftaten mit solchen Mitteln einzuführen.

Schenk betonte, dass der Antrag Teil der Lösung eines gesamtgesellschaftlichen Problems sei. "Das Problem besteht darin, dass Männer sich Frauen aneignen - und zwar mit Gewalt", sagte sie. Es müsse auch darum gehen, ein gesellschaftliches Umfeld zu schaffen, in dem sich Menschen überhaupt ohne Scham Hilfe suchten. Zugleich warnte sie, in der Debatte dürfe nicht der Eindruck erweckt werden, dass es die Aufgabe von Frauen oder Mädchen ist, "ihr Glas besser im Blick zu behalten".

Quelle: dpa

Regionales