ThüringenLebensmittel und Energie: Thüringer zahlen deutlich mehr

Die weiter steigenden Preise für Heizöl und Sprit belasten die Geldbeutel der Thüringer zunehmend. Aber auch für frisches Obst und Gemüse müssen Verbraucher inzwischen deutlich mehr zahlen.
Erfurt (dpa/th) - Hohe Energiepreise haben die Inflation in Thüringen weiter angeheizt. Die Jahresteuerungsrate lag im September im Freistaat bei 3,4 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Im August hatte der Wert noch bei 3,3 Prozent gelegen. Energieprodukte verteuern sich seit Monaten kontinuierlich und seien daher der größte Preistreiber. Infolge geopolitischer Krisen bleiben die Rohöl- und Gaspreise ebenso wie die Kosten für alternative Transportwege und -möglichkeiten konstant hoch oder klettern weiter nach oben.
Somit wurden Heizöl und Kraftstoffe im Jahresvergleich den Angaben nach um 40,7 Prozent teurer. Ohne diese beiden Positionen läge die Inflationsrate im September nur bei 2,0 Prozent. Für Heizöl einschließlich Betriebskosten mussten Verbraucher 53,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor berappen. Allein zum Vormonat verteuerte sich das Heizöl um durchschnittlich 14,8 Prozent. Auch die Spritpreise kletterten zuweilen auf schwindelerregende Höhen: Für Kraftstoffe stiegen die Preise zum Vorjahresmonat um 37,4 Prozent.
Hitze und Trockenheit verteuern Gemüse
Deutliche Aufschläge mussten die Verbraucher ebenso bei Lebensmitteln wie Obst und Gemüse hinnehmen, hieß es. Hintergrund seien neben hohen Energiekosten auch Belastungen in der Landwirtschaft durch Hitze und Trockenheit. Frisches Gemüse, einschließlich Kartoffeln, verteuerte sich binnen Jahresfrist durchschnittlich um 11,6 Prozent. Besonders für Tomaten (+31,6 Prozent) und Gurken (+19,8 Prozent) mussten Verbraucher tief in die Tasche greifen.
Zum Vormonat August stiegen die Verbraucherpreise in Thüringen um 0,4 Prozent. Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe stiegen im Monatsvergleich um 2,5 Prozent. Auch für Bekleidung mussten Kunden mehr bezahlen.