Rheinland-Pfalz & SaarlandWelle von "Schockanrufen" - Betrüger erbeuten 80.000 Euro

Am Telefon täuschen die Betrüger Notsituationen vor, in denen ein Angehöriger des Opfers auf eine schnelle Geldzahlung angewiesen sei. Wie man sich vor der Betrugsmasche schützen kann.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Bei "Schockanrufen" haben Betrüger in den Landkreisen Saarlouis und St. Wendel in drei Fällen insgesamt über 80.000 Euro erbeutet. Zusätzlich verzeichnete die Polizei in den vergangenen Tagen mehr als 20 weitere Versuche, bei denen Geld gefordert wurde. In allen Fällen seien die Opfer Männer im Alter zwischen 73 und 87 Jahren gewesen.
Bei der Masche geben sich die Betrüger am Telefon als vermeintlich enge Verwandte oder Polizeibeamte aus. Dem Opfer wird eine Notsituation, wie ein Verkehrsunfall mit schwer verletzten oder getöteten Personen, vorgetäuscht. Unfallverursacher sei ein Verwandter des Angerufenen. Dem Angehörigen drohe deshalb eine Verhaftung, die nur durch das Bezahlen einer Kaution verhindert werden könne. Das geforderte Geld werde schließlich von falschen Polizeibeamten an der Haustür oder an einem neutralen Ort abgeholt.
So kann man sich schützen
Die Polizei appelliert, bei Anrufen, bei denen Geld, Schmuck oder Wertgegenstände gefordert werde, direkt aufzulegen. Entsprechende Forderungen stellt die Polizei nicht. Keinesfalls sollte Geld an fremde Personen überwiesen oder übergeben werden. Auch sollten Betroffene versuchen, die Informationen des Anrufers zu überprüfen und Kontakt zu einer Vertrauensperson oder der Polizei aufnehmen.