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Hamburg & Schleswig-HolsteinAntisemitismusbeauftragte kritisiert Demonstrationsaufruf

05.10.2026, 15:41 Uhr
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Unter dem Motto "Drei Jahre Genozid" soll in Hamburg eine Demonstration stattfinden - ausgerechnet am Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel. Die Antisemitismusbeauftragte ist sehr besorgt.

Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez hat den Aufruf zu einer propalästinensischen Demonstration zum Jahrestag des Terrorangriffs auf Israel kritisiert. Der von der Gruppe Thawra Hamburg und dem Hamburger Bündnis Palästina verbreitete Aufruf benenne die Terrorakte des 7. Oktober 2023 an keiner Stelle und stellt damit eine Relativierung des Angriffs der Hamas sowie einen bewussten Angriff auf das Gedenken des 7. Oktobers dar.

Auch der Hamburger Verfassungsschutz hat bereits vor einer Teilnahme an der Demonstration unter dem Motto "Drei Jahre Genozid" gewarnt. Die Gruppe Thawra Hamburg wird als extremistischer Verdachtsfall vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet.

Am 7. Oktober 2023 töteten Terroristen der Hamas und ihrer Verbündeten etwa 1.200 Menschen in Israel und verschleppten 251 Menschen nach Gaza. "Es war das größte Pogrom an Jüdinnen und Juden seit der Shoah", erklärte von Villiez. Der Jahrestag sei für Überlebende, Angehörige, die jüdische Gemeinschaft weltweit und in Hamburg ein Tag der Trauer und des Gedenkens.

In dem Aufruf zur Demonstration werde der Tag allein als Beginn des Leids in Gaza erzählt, die israelischen Opfer und ihre Angehörigen würden aus der Erzählung getilgt. "Das ist nicht nur eine Relativierung des Terrorangriffs, es ist eine gezielte Provokation gegenüber den Jüdinnen und Juden in unserer Stadt und es ist ein Angriff auf das Gedenken. Das besorgt mich sehr", sagte von Villiez.

Quelle: dpa

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