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BayernDrogengeld bei mutmaßlichem Busüberfall gestohlen - Prozess

28.10.2026, 13:01 Uhr
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(Foto: Armin Weigel/dpa)

Mit einer fingierten Polizeikontrolle lockten vier Männer vor einem Jahr einen Bus von der A93 und überfielen das Fahrzeug. Einer der mutmaßlichen Täter steht nun in Regensburg vor Gericht.

Regensburg (dpa/lby) - Mitten in der Nacht stoppen vier bewaffnete Männer im Oktober 2025 einen Kleinbus auf der Autobahn 93 in Niederbayern, täuschen eine Fahrzeugkontrolle vor und stehlen Geld und Dokumente - so sieht die Staatsanwaltschaft Regensburg den Fall. Einem der Tatverdächtigen wird vor dem Landgericht Regensburg der Prozess gemacht. Er räumte den Sachverhalt in Teilen ein. Es sei jedoch deutlich mehr Geld gestohlen worden, als in der Anklage angenommen.

Dem Angeklagten werden räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, besonders schwerer Raub sowie besonders schwere räuberische Erpressung vorgeworfen.

Transport von Drogengeld

Die Männer sollen gewusst haben, dass Geld aus Drogengeschäften der albanischen Drogenmafia in dem Reisebus transportiert wurde. Mit einer Person in dem Bus sollen sie telefonisch Kontakt gehalten und dann das Fahrzeug per fingierter Polizeikontrolle bei Aiglsbach (Landkreis Kelheim) von der Autobahn gelockt haben, so die Staatsanwaltschaft.

Der 31 Jahre alte Angeklagte gab zu, gegen 5.000 Euro Bezahlung als Fahrer angeworben worden zu sein. Er habe sich als Polizist ausgeben und den Bus stoppen sollen.

120.000 Euro gestohlen?

Mindestens drei der vier Männer stiegen der Anklage nach aus dem Auto aus, forderten die Insassen - zwei Busfahrer und neun Passagiere - zum Aussteigen auf und entwendeten Geld beziehungsweise Wertgegenstande im Wert von mindestens 36.000 Euro. Zudem sollen sie den Insassen persönliche Dokumente abgenommen haben.

Der Angeklagte gab an, dass es sich um viel mehr Geld gehandelt habe - es seien um die 120.000 Euro gewesen. Er habe jedoch lediglich die vorab fest vereinbarten 5.000 Euro bekommen. Zudem sei lediglich einer der Männer bewaffnet gewesen.

Es sind bisher fünf weitere Verhandlungstage terminiert. Das Urteil könnte Anfang Dezember gesprochen werden.

Quelle: dpa

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