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"Miese Verbraucherlaune"Einzelhandel im August mit nur leichtem Umsatzplus – Anstieg um 1,7 Prozent

30.09.2026, 09:09 Uhr
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Die deutschen Einzelhändler haben ihren Umsatz im August leicht erhöht, konnten aber das Minus vom Juli nicht ausgleichen.

Die Einnahmen stiegen nominal um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Inflationsbereinigt (real) entspreche dies plus 1,3 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hier mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet, nachdem die realen Erlöse im Juli deutlich um 3,2 Prozent gesunken waren.

"Der Umsatz holt die Verluste aus dem Vormonat bei weitem nicht auf", sagte der Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, Alexander Krüger. "Es sieht so aus, als käme die miese Verbraucherlaune nun stärker bei den realen Ausgaben an." Im zu Ende gehenden dritten Quartal werde der Einzelhandelsumsatz wohl ein klares Minus liefern.

"Die Energiepreise dürften vorerst hoch bleiben und den bisherigen Kaufkraftentzug festigen." Hinzu komme, dass Geld wegen vielfach trüberer Perspektiven für den eigenen Arbeitsplatz weniger locker sitzen dürfte. "Der private Verbrauch wird die Konjunkturerholung bremsen", erklärte der Ökonom.

Belastet wird die Kauflaune von der steigenden Inflation. Angeheizt von steigenden Energiepreisen, kletterte sie im August auf 2,9 Prozent. Für die im Tagesverlauf anstehenden Daten für September erwarten Experten einen weiteren Anstieg auf 3,1 Prozent.

Quelle: ntv.de, rts

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