ThüringenBarmer: Thüringer besonders betroffen von Schlafproblemen

Eine Stunde mehr Schlaf klingt verlockend, kann abends aber das Einschlafen erschweren. Barmer-Landesgeschäftsführer Robert Büssow rät deshalb zu einem anderen Plan für den kommenden Sonntag.
Erfurt (dpa/th) - In Thüringen schlafen laut der Barmer besonders viele Menschen schlecht. Eine Auswertung und Hochrechnung von Versichertendaten habe ergeben, dass im vergangenen Jahr rund 190.000 Thüringer wegen Schlafstörungen in ärztlicher Behandlung waren, teilte die Krankenkasse mit. Das seien rund 9,1 Prozent der Menschen im Freistaat. Damit seien in keinem anderen Bundesland Schlafstörungen so weit verbreitet wie in Thüringen. Den niedrigsten Anteil an Menschen mit Schlafstörungen gibt es demnach mit 6,4 Prozent in Hamburg.
Am kommenden Wochenende werden in der Nacht zum Sonntag die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Das werde den Schlafrhythmus vieler Menschen beeinflussen, da die innere Uhr Regelmäßigkeit mag, erklärte Barmer-Landesgeschäftsführer Robert Büssow laut einer Mitteilung. Er rät dazu, am Sonntag einfach zur gewohnten Zeit aufzustehen.
Eine Stunde mehr Schlaf kann Probleme verursachen
Wer die zusätzliche Stunde für deutlich mehr Schlaf nutze, riskiere am Abend Einschlafprobleme. Zur schonenden Umstellung des Biorhythmus könnten Betroffene einige Tage vorher jeden Abend 10 bis 15 Minuten früher ins Bett gehen. Tageslicht sei der wichtigste Taktgeber des Schlaf-Wach-Rhythmus, erklärte Büssow. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die Herbstumstellung in der Regel weniger belastend sei als die Umstellung auf die Sommerzeit.
Die Barmer hat in Thüringen nach eigenen Angaben rund 190.000 Versicherte und gehört damit zu den größten gesetzlichen Krankenkassen im Freistaat.