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Sachsen"Gen Z"-Demo in Dresden erhält viel Zulauf

31.10.2026, 16:11 Uhr
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(Foto: Jürgen Lösel/dpa)

Zum Auftakt der Demo in Dresden wird ein Brief verlesen. Der Frust der Menschen über eine aus ihrer Sicht verfehlte Politik ist spürbar.

Dresden (dpa/sn) - Die Initiative "Gen Z regelt" hat bei ihrer Demonstration in Dresden viel Zuspruch bekommen. Während sich anfangs mehrere hundert Menschen auf dem Theaterplatz versammelten, wurden es während des anschließenden Demonstrationszuges durch die Innenstadt schnell mehr. Nach Schätzungen von dpa-Reportern nahmen etwa 3.000 Menschen aus ganz unterschiedlichen Altersgruppen teil.

Politik wird Ignoranz der Probleme vorgeworfen

"Deutschlandweit geht eine Generation auf die Straße. Menschen, die frustriert sind, die ihre Zukunft in Gefahr sehen, die nicht weiter stillschweigend zuschauen wollen. Menschen, die von der Politik großflächig übergangen werden, deren Anliegen und Bedürfnisse nicht gehört werden und deren Proteste kriminalisiert werden. Menschen, die sich entschlossen haben, laut zu werden gegen die Ungerechtigkeit, gegen Sozialkürzungen und gegen die wachsende Militarisierung", hieß es in einem Brief, der zum Auftakt der Demonstration verlesen wurde.

"Bildung statt Bomben"

Immer wieder wurden Parolen wie "Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!" gerufen. Auf Plakaten forderten Teilnehmer "Bildung statt Bomben". Ein Plakat trug die Aufschrift "Ihr habt's verkackt - Gen Z regelt das". Eine Gruppe von Frauen trug ein selbstgemaltes Schild mit der Aufschrift "Jung + Alt - gemeinsam gegen Bildungs- und Sozialabbau + Militarisierung".

Ein Vertreter der Schulstreikbewegung gegen eine Wehrpflicht forderte zum nächsten Streik am 20. November auf. Laut Polizei blieb es auf der Demo auch zwei Stunden nach ihrem Beginn friedlich.

Protest in mehr als 30 deutschen Städten

Die "Gen Z"-Initiative hatte für Samstag zu friedlichem Protest in mehr als 30 deutschen Städten aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, für soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung

In Sachsen fanden auch in Leipzig und Chemnitz Demonstrationen statt. In Leipzig gingen mehrere Tausend Menschen auf die Straße, in Chemnitz sprach die Polizei von mehreren Hundert Teilnehmern.

Quelle: dpa

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