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Sachsen-AnhaltIG Metall ruft zu Warnstreiks in Sachsen-Anhalt auf

02.11.2026, 13:53 Uhr
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Gewerkschafter bezeichnen die Stimmung als kämpferisch. An mehreren Orten haben Beschäftige zeitweise die Arbeit niedergelegt. Das Angebot der Arbeitgeber reicht aus Sicht der IG Metall nicht aus.

Magdeburg (dpa/sa) - An mehreren Unternehmensstandorten in Sachsen-Anhalt hat die IG Metall Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen. Vor dem Tor des Pumpen- und Armaturenherstellers KSB in Halle versammelten sich am Morgen knapp 100 Beschäftigte aus der Frühschicht bei einer Kundgebung vor dem Werkstor, wie eine Vertreterin der IG Metall mitteilte. Rund 60 Teilnehmer seien es am Morgen bei AGCO Hohenmölsen gewesen. Die Stimmung beschrieb die Gewerkschafterin als kämpferisch.

Bei der Rolls-Royce Solutions Magdeburg GmbH, in der Motoren und Systeme grunderneuert werden, versammelten sich demnach mehrere Dutzend Beschäftigte vor dem Werkstor.

Druck auf die Arbeitgeber soll wachsen

Der Warnstreik soll den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie erhöhen. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld, eine bessere Berücksichtigung der unteren Entgeltgruppen, tarifliche Regelungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten sowie eine Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich besonders erfolgreichen Unternehmen.

Gewerkschaft hält Angebot für nicht ausreichend

"Das bisherige Angebot der Arbeitgeber wird diesen Erwartungen nicht gerecht", teilte die IG Metall vorab mit. Geplant seien eine Einmalzahlung im Juli 2027 und eine dauerhafte Erhöhung der Entgelttabellen um lediglich 1,3 Prozent ab Juli 2028 bei einer Laufzeit von insgesamt 26 Monaten. Dieses Angebot laufe real - also unter Berücksichtigung der steigenden Preise - auf eine Minusrunde für die Beschäftigten hinaus.

IG Metall schätzt wirtschaftliche Lage der Branche differenziert ein

Nach Darstellung der Gewerkschaft ist die wirtschaftliche Lage innerhalb der Metall- und Elektroindustrie unterschiedlich. Während in einigen Unternehmen und Branchen Auftragslage schwierig sei, seien andere Betriebe gut ausgelastet oder erzielten hohe Gewinne.

"Die IG Metall fordert deshalb tarifliche Lösungen, die den unterschiedlichen Situationen gerecht werden und gleichzeitig sicherstellen, dass die Beschäftigten nicht einseitig für wirtschaftliche Unsicherheiten bezahlen. Die Beschäftigten erwarten vom Unternehmen und vom Arbeitgeberverband ein klares Signal für eine zukunftsfähige und faire Tariflösung", hieß es.

Quelle: dpa

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