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Rheinland-Pfalz & SaarlandHund erschossen - Ermittlungen gegen Polizisten

16.10.2026, 13:23 Uhr
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Ein Hund stirbt nach einem Polizeischuss. Sein Halter war nicht der Mann, nach dem die Beamten fahndeten. Welche Folgen der Vorfall hat.

Ludwigshafen (dpa/lrs) - Gegen den Polizisten, der bei einem Polizeieinsatz in Ludwigshafen einen Chihuahua erschossen hat, wird wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz ermittelt. Der Beamte mache derzeit keinen Außendienst und solle ein individuelles Schieß- und Einsatztraining absolvieren, teilte das Polizeipräsidium in Ludwigshafen mit.

Zudem liefen gegen den Polizisten und seinen Kollegen, der bei dem Einsatz am vergangenen Samstagabend auch vor Ort war, Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt.

Hundehalter war nicht der gesuchte Mann

Nach den bisherigen Ermittlungen soll ein alkoholisierter Mann am Samstagabend in einer Gaststätte einen Mitarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht haben. Noch vor Eintreffen der Polizei sei der Tatverdächtigte mit seinem kleinen Hund geflüchtet.

Wenig später wollten die beiden Polizisten einen 36-Jährigen mit seinem Hund auf einem unbeleuchteten Parkplatz kontrollieren. Dass dieser Hundehalter nicht der gesuchte Tatverdächtige war, stellte sich den Angaben zufolge für die Polizei erst später heraus.

Da die Beamten nach einem Mann mit Schusswaffe fahndeten, sollte der 36-Jährige "aus Eigensicherungsgründen" unter Vorhalt der Dienstwaffe kontrolliert werden. Bereits zu Beginn der Kontrolle sei es zur Schussabgabe gekommen: Der kleine Hund wurde getroffen.

Hundehalter wurde am Boden festgehalten

Bei der Kontrolle und Fesselung habe sich der Hundehalter gewehrt. Dabei wurden er und die beiden Polizisten leicht verletzt. Der Polizist, der den Schuss abgegeben hatte, sicherte demnach den Hundehalter am Boden, während der andere Beamte versuchte, mit Mullbinden die blutende Schusswunde des Hundes zu stoppen.

Als weitere Polizisten am Einsatzort trafen, konnte der bis dahin am Boden liegende Hundehalter aufstehen. Die alarmierte Tierrettung brachte den Hund in eine Tierklinik, wo er starb. Der Hundehalter sei eine knappe Stunde später entlassen worden, da er als Tatverdächtiger der ursprünglichen Bedrohung ausgeschlossen werden konnte.

Polizei bedauert Tod des Hundes

Sowohl die beiden Polizeibeamten als auch der Hundehalter äußerten sich derzeit nicht zur Sache. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz und der betroffene Polizeibeamte bedauerten erneut den Tod des Hundes und die damit verbundenen Folgen für den Hundehalter.

Die Ermittlungen werden von einer neutralen Dienststelle der Behörde geführt. Nach Abschluss werde der Sachverhalt der Staatsanwaltschaft Frankenthal vorgelegt. Bei einem festgestellten Fehlverhalten der Polizeibeamten werden neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen auch disziplinarrechtliche Maßnahmen geprüft, hieß es.

Quelle: dpa

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