Rheinland-Pfalz & SaarlandErmittlungen laufen nach Tod eines Jägers

Was ist auf einem Hochsitz im Pfälzerwald passiert? Nach dem Tod eines Mannes befragt die Polizei Zeugen und untersucht mögliche Abläufe.
Kaiserslautern (dpa/lrs) - Nach dem Tod eines 48-Jährigen am Rande einer Jagd in der Pfalz ermittelt die Polizei zu den Hintergründen. Zeugen entdeckten den Jäger am Dienstag regungslos auf einem Hochsitz bei Johanniskreuz (Kreis Kaiserslautern), bei dem Mann wurde demnach eine Schussverletzung festgestellt. Der Polizei zufolge nahmen 183 Menschen an der Drückjagd teil. Vernehmungen und Zeugenanhörungen laufen, wie eine Sprecherin sagte.
Die Polizei führt ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren. Der Sprecherin zufolge sind die Umstände noch unklar. Die Ermittler prüften verschiedene Abläufe des Geschehens. Im Zuge der Ermittlungen stellte die Polizei die Personalien von Jagdbeteiligten fest und mehrere Schusswaffen sicher.
Bei einer Drückjagd wird Wild durch langsam gehende Treiber aufgescheucht, bei einer Treibjagd dagegen wird es meist intensiver Richtung Jäger getrieben.
Alle von Landesforsten organisierten Gesellschaftsjagden in dieser Woche wurden dem Landesumweltministerium zufolge aus Pietätsgründen abgesagt.