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Niedersachsen & BremenZwei Wolfsabschüsse in Niedersachsen

02.10.2026, 11:48 Uhr
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Im Sommer wurde der Abschuss von Wölfen in Niedersachsen neu geregelt. Was seitdem gilt.

Hannover (dpa/lni) - Zwei Wölfe sind in den vergangenen Wochen in Niedersachsen abgeschossen worden. Es sind die ersten beiden Tiere, die seit der Einführung des Managementplans geschossen wurden, wie eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums bei der Landespressekonferenz bestätigte. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Weitere Angaben zu den beiden Abschüssen machte die Sprecherin nicht. "Wie gewöhnlich" würden weitere Informationen erst sechs Wochen "nach dem Rissereignis oder nach der Freigabe eines entsprechenden Schnellabschussverfahrens" bekanntgegeben. Diese Frist sei noch nicht verstrichen.

Darüber hinaus sagte die Sprecherin auf Nachfrage, dass derzeit "diverse" weitere Schnellabschussverfahren laufen würden. Zum Schutz der Beteiligten würden aber auch dazu keine weiteren Informationen geteilt.

Managementplan seit Sommer

Ende Juni hatte die rot-grüne Landesregierung einen sogenannten Managementplan beschlossen und damit die Wolfsjagd nach jahrelangen Diskussionen neu geregelt. Der Plan soll dazu führen, dass weniger Nutztiere gerissen werden, ohne die Erhaltung des Wolfs zu gefährden.

Konkret legt das Ministerium nach einem Wolfsriss unverzüglich ein Jagdgebiet um den Fundort herum fest, sofern Voraussetzungen wie ein ausreichender Herdenschutz erfüllt waren. Dann wird so lange gejagt bis ein Wolf geschossen wird. Bei drei oder mehr Rissen binnen eines Jahres in einem Gebiet kann die Jagd auf ein gesamtes Rudel erweitert werden. Der Managementplan sieht auch eine Obergrenze von 27 ausgewachsenen Tieren für die Entnahme im Jagdjahr 2026/27 vor - darunter fallen sowohl Abschüsse als auch tot aufgefundene Wölfe.

Quelle: dpa

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