Hamburg & Schleswig-HolsteinMerkel und Handballstar sollen Bundespräsidenten wählen

Merkel, Hansen, Wiencek und Wahl: Schleswig-Holsteins Landtagsfraktionen wollen auch Prominente in die Bundesversammlung entsenden. Wer außerdem den oder die Bundespräsidenten wählen soll.
Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Landtag beschließt voraussichtlich in der kommenden Woche über die Teilnehmenden aus dem Norden für die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin. Die CDU hat dafür unter anderem Ex-Handballstar Patrick Wiencek und die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel benannt. Zuvor hatten Medien berichtet.
Die CDU-Politikerin war 2022 noch von Mecklenburg-Vorpommern ins Rennen geschickt worden. "Nach dem Ausscheiden der CDU-Fraktion aus dem Schweriner Landtag haben wir als Nachbarn die Benennung von Frau Merkel daher gerne und aus voller Überzeugung übernommen", hatte Schleswig-Holsteins CDU-Fraktionschef Tobias Koch die Entscheidung begründet.
Daneben wählen für die CDU unter anderem Bundesbildungsministerin Karin Prien und Ministerpräsident Daniel Günther das nächste Staatsoberhaupt. Die Grünen nominierten neben Sozialministerin Aminata Touré und Fraktionschef Lasse Petersdotter unter anderem die in Kiel lebende Bestsellerautorin Caroline Wahl ("22 Bahnen").
Weitere Schriftstellerin
Auf der Liste der SPD steht neben dem Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Ulf Kämpfer, unter anderem die Journalistin und Schriftstellerin Dörte Hansen ("Altes Land", "Mittagsstunde") und die DGB-Nord-Vorsitzende Laura Pooth.
Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden. Die Bundesländer benennen zurzeit ihre Wahlleute für die Bundesversammlung, obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin sich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt hat.