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Hamburg & Schleswig-HolsteinKienscherf zum Elbtower: Jetzt sind die Investoren am Zug

30.09.2026, 04:31 Uhr
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Der Bau des Turms ist seit rund drei Jahren gestoppt. Die Stadt verhandelt mit einem Konsortium über einen Teilankauf. Der SPD-Fraktionsvorsitzende mahnt eine baldige Entscheidung an.

Hamburg (dpa/lno) - Der Vorsitzende der Hamburger SPD-Fraktion, Dirk Kienscherf, fordert das Elbtower-Bieterkonsortium auf, das Angebot der Stadt zum Teilerwerb des Gebäudes anzunehmen. "Die Stadt hat ein Angebot für die Errichtung eines Naturkundemuseums vorgelegt, ein höheres wird es nicht geben", sagte Kienscherf der Deutschen Presse-Agentur. "Jetzt sind die Investoren am Zug, dieses Angebot anzunehmen und damit die Grundlage für weitere Verhandlungen zu schaffen."

Die Stadt verhandelt mit einem Bieterkonsortium, das der Hamburger Immobilieninvestor Dieter Becken anführt, über einen Teilerwerb des Elbtowers. Die Stadt bietet für die Flächen einen Festpreis von 595 Millionen Euro. Ein Naturkundemuseum soll nach Fertigstellung in den Turm einziehen.

Kienscherf sagte: "Es geht hier nicht um die Rettung des Elbtowers, sondern um eine mögliche Realisierung des Naturkundemuseums." Sollte es zu einer Einigung kommen, soll in der Bürgerschaft über den Teilerwerb des Elbtowers entschieden werden. Kienscherf kündigte an, im Sinne der Steuerzahler entscheiden zu wollen und "nicht im Interesse einzelner privater Investoren".

Ende Oktober 2023 gab die Stadt bekannt, dass der Bau des Elbtowers unterbrochen worden ist. Die zuständige Projektgesellschaft, die zum Signa-Konzern René Benkos gehörte, meldete im Januar 2024 Insolvenz an. Benko sitzt seit Januar 2025 im Gefängnis, weil er Gläubiger geschädigt haben soll.

Quelle: dpa

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