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Hamburg & Schleswig-HolsteinDeutscher Meerespreis für Angelika Brandt

05.11.2026, 22:44 Uhr
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Mehr als 100 neue Tiefseearten hat Angelika Brandt mitentdeckt. Der Deutsche Meerespreis würdigt ihre Forschung – und ihre Bedeutung reicht über die Tiefsee hinaus.

Kiel (dpa/lno) - Die Wissenschaftlerin Angelika Brandt ist mit dem Deutschen Meerespreis 2026 ausgezeichnet worden. Sie erhielt die mit 20.000 Euro dotierte Würdigung unter der Schirmherrschaft des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther bei einer Festveranstaltung im GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Brandt war von 2017 bis 2026 Professorin für Marine Zoologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt. Sie erforscht die Biodiversität von Tiefsee- und Polarorganismen. Dabei geht es auch um grundlegende Fragen der Evolutionsbiologie und Biogeografie, etwa darum, welche Organismen in der Tiefsee leben, wie sie miteinander verwandt sind und sich verbreiten.

Günther würdigte Brandt und ihre Arbeit, bei der sie mehr als 100 neue Tiefseearten mitentdeckt und eine verborgene Welt erschlossen habe. "Ihre Arbeit hilft uns zu verstehen, wie sich die Ozeane verändern und was das für unsere Lebensgrundlagen bedeutet."

Der Deutsche Meerespreis würdigt seit 2009 Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für den Schutz und Erhalt des Ozeans einsetzen. Seit 2024 wird er in Kooperation mit der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung alle zwei Jahre im Wechsel an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und an Wissenschaftler verliehen.

Quelle: dpa

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