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Hamburg & Schleswig-HolsteinAusbildung: 46 Abschlüsse von Inhaftierten im Norden

02.11.2026, 04:31 Uhr
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Aus- und Weiterbildung im Justizvollzug bieten für Inhaftierte bessere Chancen, nach der Haft Arbeit zu finden. In Schleswig-Holstein nutzen das viele in unterschiedlichen Fachgebieten.

Kiel (dpa/lno) - In Schleswig-Holsteins Justizvollzugsanstalten (JVA) haben Inhaftierte im vergangenen Jahr insgesamt 46 Schulabschlüsse sowie Aus- und Fortbildungen erfolgreich abgeschlossen. Das teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. In den Justizvollzugsanstalten waren zum Stichtag 21. Oktober 2026 insgesamt 1.255 Menschen inhaftiert.

2025 wurden in Schleswig-Holstein demnach 20 Erste Allgemeinbildende Schulabschlüsse, 12 Berufsabschlüsse und 14 Zertifikate für Deutsch als Zweitsprache erreicht. Die Inhaftierten machten Berufsabschlüsse in den Bereichen Küche, Maschinenbau, Tischlerei, Bäckerei, Elektro und Bau.

In den vergangenen Jahren schwankten die Zahlen. Im Jahr 2024 waren es den Angaben nach insgesamt 71 Abschlüsse, im Jahr 2023 waren es 59 und im Jahr zuvor 42. Zum Vergleich: In Hamburg erreichten Inhaftierte im vergangenen Jahr 386 Abschlüsse.

Aus- und Weiterbildungen der Gefangenen im Justizvollzug seien wichtige Grundlagen für eine gelingende Resozialisierung, sagte Schleswig-Holsteins Justizministerin Kerstin von der Decken (CDU). "Sie fördern und stärken auf der einen Seite die persönlichen Fähigkeiten der einzelnen Gefangenen und ermöglichen auf der anderen Seite nach der Haftentlassung die große Chance, durch eigene Erwerbstätigkeit den Lebensunterhalt selbst zu bestreiten." Das ermögliche eine noch bessere Integration in die Gesellschaft insgesamt.

Quelle: dpa

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