Berlin & BrandenburgAusstellung widmet sich Mongolen-Herrscher Dschingis Khan

Dschingis Khan gilt als einer der größten Herrscher der Menschheitsgeschichte. 800 Jahre nach seinem Tod befasst sich eine Ausstellung in Berlin mit dem Aufstieg des jungen Temüdschins.
Berlin (dpa/bb) - Eine Ausstellung in der Berliner James-Simon-Galerie widmet sich dem bekanntesten mongolischen Herrscher der Geschichte. Die Schau wird am 21. Oktober eröffnet und läuft anlässlich des 800. Todestages von Dschingis Khan, wie ein Sprecher der Museumsinsel Berlin mitteilte. Die Sonderausstellung "Dschingis Khan und die Welt der Mongolen" erzähle "die Geschichte des mongolischen Weltreichs anhand bedeutender archäologischer Funde aus der Mongolei und Europa".
Die Schau blickt auch auf die Entwicklung Temüdschins, so Dschingis Khans ursprünglicher Name, vom verarmten und entrechteten Jungen zum brutalen Eroberer nach - ein Mann (etwa 1162-1227 n. Chr.), unter dessen Herrschaft und der seiner Nachfolger zwischen der Donaumündung und der Halbinsel Korea das größte zusammenhängende Weltreich der Geschichte entstand. Die Schau zeigt die militärischen Eroberungen der Mongolen und Funde aus dem Kernland des Reiches. Die Herrschaft Dschingis Khans trug maßgeblich zur kulturellen Identität der Mongolen bei. "Mobilität und die reiternomadische Lebensweise prägten die Gesellschaft über Jahrhunderte", heißt es.
Die Sonderausstellung ist bis 18. April 2027 zu sehen und präsentiert "archäologische Schätze aus der Mongolei". "Sie geben Einblicke in die Lebenswelt, politischen Strukturen und kulturellen Verflechtungen des mongolischen Reiches und werden durch Leihgaben aus Polen, Rumänien, Stralsund, weiteren Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin sowie der Staatsbibliothek zu Berlin ergänzt", führte der Sprecher aus. Zu den Exponaten gehören unter anderem ein mongolischer Lamellenpanzer, die Steinstatue eines mongolischen Würdenträgers sowie Gürtelbeschläge und Riemendurchzüge aus Bergkristall.
Über Dschingis Khan existieren bis heute Legenden, die bis in die Popkultur hineinragen. In dem Lied "Dschingis Khan" heißt es etwa: "Er zeugte sieben Kinder in einer Nacht." Zudem wurde ihm eine besonders harte Führung des Heeres nachgesagt.