Politik

Plante Anschläge auf PolitikerRechtsextremist Franco A. aus Gefängnis entlassen

30.09.2026, 17:18 Uhr
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Franco A. ist unter Auflagen entlassen. Deren Einhaltung überwacht die Polizei. (Foto: picture alliance/dpa)

Der ehemalige Bundeswehroffizier Franco A. plant vor Jahren mehrere Anschläge auf Politiker und Aktivisten. Sein Ziel ist der Umsturz des Systems nach rechtsextremen Vorstellungen. Er fliegt auf und muss jahrelang in Haft. Bis jetzt.

Der vor mehr als vier Jahren wegen der Planung eines rechtsextremen Anschlags verurteilte frühere Bundeswehroffizier Franco A. ist aus der Haft entlassen worden. Die Polizei überwache die Einhaltung der Auflagen, sagte ein Sprecher der Polizei in Offenbach. Zuerst hatte die "Offenbach-Post" darüber berichtet.

Im Juli 2022 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main A. wegen der Planung eines Anschlags, Waffendelikten und Betrugs zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts wollte A. mit einer Gewalttat die Verhältnisse in Deutschland nach seinen rechtsextremen Vorstellungen beeinflussen.

Innenminister Heiko Maas soll Ziel gewesen sein

Mögliche Opfer waren demnach Politiker wie der frühere Bundesaußenminister Heiko Maas und die damalige Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth sowie eine Menschenrechtsaktivistin. Der inzwischen 37 Jahre alte A. gab sich mehr als ein Jahr lang als syrischer Flüchtling David Benjamin aus und täuschte so die deutschen Behörden.

Der Senat war sich aber nicht sicher, ob er den Anschlag auch unter dieser Scheinidentität begehen wollte, wie es ihm die Bundesanwaltschaft zunächst vorgeworfen hatte. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.

Erst im August verurteilte das Landgericht Darmstadt A. wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einem Jahr Haft. Das Gericht bildete eine neue Gesamtstrafe von sechs Jahren, wodurch seine Haftstrafe um ein halbes Jahr verlängert wurde. Der Vorfall hatte sich laut Urteil im Februar 2022 ereignet.

A. wurde nahe einem Bahnhof in Offenbach von Polizisten kontrolliert. Dagegen wehrte er sich mit Gewalt. Weitere Polizisten mussten zur Verstärkung gerufen werden. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: ntv.de, als/AFP

RechtsextremismusProzesseUrteileOberleutnant Franco A.