20 Prozent weniger?Hegseth will offenbar gegen noch mehr Top-Militärs vorgehen

Der selbst ernannte US-Kriegsminister Hegseth will Medienberichten zufolge den Kahlschlag in den Reihen der ranghöchsten Offiziere fortsetzen. Demnach könnten vor allem zwei Gruppen betroffen sein.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will Medienberichten zufolge weitere Generäle und Admirale entlassen. Wie die "Washington Post" und die Sender Fox News und ABC News berichten, will der Pentagon-Chef seine neuen Pläne für den Umbau der Militärspitze an diesem Mittwoch in einer Rede auf dem Militärstützpunkt Quantico südlich von Washington bekannt gegeben. Geplant ist demnach, die Zahl der ranghöchsten Offiziere um 20 Prozent zu verringern - das ist doppelt so viel wie bisher erwartet.
Die Kürzungen könnten "nach zahlreichen Entlassungen und verweigerten Beförderungen" die Laufbahnen weiterer Soldaten durchkreuzen, schrieb die "Washington Post". Vor allem Frauen und Afroamerikaner könnten demnach betroffen sein.
Hegseth hat seit seinem Amtsantritt zu Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht: Nur wenige Tage vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar entließ er ohne Angabe von Gründen Generalstabschef Charles Q. Brown Jr. und Marine-Oberbefehlshaberin Lisa Franchetti. Andere ranghohe Militärs gingen in den Ruhestand oder reichten ihren Rücktritt ein, darunter der für das Heer zuständige Staatssekretär Dan Driscoll, der Anfang September nach wiederholten Auseinandersetzungen mit Hegseth zurücktrat.