Jedes Jahr fallen bei tausenden Menschen in Deutschland durch Verletzungen, Vergiftungen oder Erkrankungen lebenswichtige Organe teilweise oder vollständig aus.Bild 1 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaFür eine bestimmte Zeit kann mit moderner Medizintechnik das Leben vieler dieser Patienten erhalten werden.Bild 2 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaÜber einen längeren Zeitraum allerdings sind die Patienten auf eine Organspende angewiesen, um weiterleben zu können.Bild 3 von 43 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebDas größte Problem der Organtransplantation ist das weltweit große Gefälle zwischen Bedürftigen und zur Verfügung stehenden Spenderorganen.Bild 4 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaOrgane sind Mangelware.Bild 5 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebRund 12.000 Menschen warten allein in Deutschland auf ein Spenderorgan.Bild 6 von 43 | Foto: picture-alliance / dpaDie meisten von ihnen kommen auf Wartelisten, die von den Transplantationszentren geführt werden müssen.Bild 7 von 43 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebAn welche Stelle die Patienten dort gesetzt werden, hängt von der Dringlichkeit und der Erfolgswahrscheinlichkeit des Eingriffs ab.Bild 8 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaTäglich müssen drei Menschen von dieser Warteliste sterben, weil für sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan zur Verfügung steht.Bild 9 von 43 | Foto: picture-alliance / dpaUm die Lücke zwischen Organbedarf und Spenderorganen zu verkleinern, ist am 25. Mai 2012 die Organspende-Reform in Deutschland vom Bundestag mit großer Mehrheit beschlossen worden.Bild 10 von 43 | Foto: picture alliance / dpaDie Debatte allerdings dauerte 15 Jahre lang.Bild 11 von 43 | Foto: picture alliance / dpaDie neue Regelung wird im Transplantationsgesetz verankert.Bild 12 von 43 | Foto: picture-alliance / dpaRund 70 Millionen Versicherte in Deutschland, egal ob privat oder gesetzlich, wurden von ihren Krankenkassen angeschrieben, um sich zur Organspende zu positionieren.Bild 13 von 43 | Foto: picture alliance / dpaAlle Krankenkassenversicherten ab 16 Jahren haben 2012 ein Schreiben per Post erhalten, in dem sie dazu aufgefordert werden, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden.Bild 14 von 43 | Foto: picture alliance / dpaZwei Jahre später soll ein weiteres Schreiben folgen. Ab 2017 sollen die Kassen dann alle fünf Jahre bei ihren Versicherten den aktuellen Stand der Entscheidung zur Organspende abfragen.Bild 15 von 43 | Foto: picture alliance / dpaDie neue Regelung soll kein Entscheidungszwang sein, sondern nur ein Anstoß, sich bewusst mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die strengen Gesetze, unter welchen Umständen ein Organ entnommen werden darf, bleiben bestehen.Bild 16 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaDie Entscheidung soll erst einmal wie bisher, egal ob dafür oder dagegen, auf einem Organspendeausweis festgehalten werden. Dieser sollte wie jeder andere Ausweis auch ständig bei sich getragen werden.Bild 17 von 43 | Foto: picture alliance / dpaSpäter soll die Entscheidung auf dem Chip der Gesundheitskarte hinterlegt werden.Bild 18 von 43 | Foto: picture alliance / dpaFast jeder kann Organspender werden. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Nur Menschen mit HIV und einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung werden von vornherein als Spender ausgeschlossen.Bild 19 von 43 | Foto: picture alliance / dpaDennoch wird ein Mensch, der sich für das Spenden seiner Organe entscheidet, nicht automatisch ein Organspender, denn ...Bild 20 von 43 | Foto: picture alliance / dpa... in Deutschland werden Organe für Spenderzwecke nur entnommen, wenn vorher der Hirntod des Patienten von zwei Ärzten unabhängig voneinander festgestellt wurde.Bild 21 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaDer Organismus des Hirntoten wird in der Zeit bis zur Entnahme von Organen mit Maschinen der Intensivmedizin am Leben gehalten.Bild 22 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaNur ein Prozent aller Sterbefälle in Kliniken, von denen jährlich rund 400.000 gezählt werden, wird als Hirntod diagnostiziert.Bild 23 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaNur die wenigsten von den an Hirntod Verstorbenen haben einen Organspendeausweis oder ...Bild 24 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpa... zu Lebzeiten den nächsten Angehörigen ihre Entscheidung bezüglich einer Organspende mitgeteilt.Bild 25 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaDieser Zustand birgt sowohl für die behandelnden Ärzte als auch für die Angehörigen des Verstorbenen eine zusätzliche Belastung.Bild 26 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaDie nächsten Angehörigen müssen trotz ihrer Trauer nun die Entscheidung treffen, ob und welche Organe für eine Spende entnommen werden dürfen. Die Reform sieht vor, dafür in den rund 1350 organtransplantierenden Kliniken in Deutschland einen Transplantationsbeauftragten einzustellen.Bild 27 von 43 | Foto: ASSOCIATED PRESSAuch die Lebendspender werden durch die gesetzlichen Neuregelungen gestärkt. Ihnen wird für den Eingriff sechs Wochen lang Lohnfortzahlung garantiert. Früher mussten Spender Urlaub für die Spende nehmen.Bild 28 von 43 | Foto: picture-alliance / dpaGespendet werden können Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm, Teile der Haut ...Bild 29 von 43 | Foto: AP... sowie die Hornhaut der Augen, Gehörknöchelchen, Herzklappen, Teile der Blutgefäße, der Hirnhaut, des Knochengewebes, des Knorpelgewebes und der Sehnen.Bild 30 von 43 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebSeit einigen Jahren sogar das ganze Gesicht.Bild 31 von 43 | Foto: picture alliance / dpaTrotz des großen Bedarfs bestehen immer wieder Vorbehalte gegenüber einer Organspende nach Hirntod.Bild 32 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaViele Menschen haben Angst davor, dass ihr Hirntod irrtümlicherweise oder zu früh festgestellt werden könnte und sie erst durch die Organspende sterben könnten.Bild 33 von 43 | Foto: ASSOCIATED PRESSAndere können sich nicht mit der Vorstellung anfreunden, dass ein Teil von ihnen in einem anderen Körper weiterlebt.Bild 34 von 43 | Foto: ASSOCIATED PRESSWieder andere haben Angst davor, zum Zwecke der Organspende nach dem Hirntod regelrecht "ausgeschlachtet" zu werden.Bild 35 von 43 | Foto: ASSOCIATED PRESSWeitreichende Aufklärung tut not.Bild 36 von 43 | Foto: APZudem ist durch die zahlreichen Manipulationen an Wartelisten das Vertrauen von potenziellen Spendern in Deutschland zerstört. Die Spenderzahlen sinken.Bild 37 von 43 | Foto: picture alliance / dpaSowohl unter Politikern als auch Medizinern wird der Ruf nach weiteren Reformen und Kontrollmechanismen laut.Bild 38 von 43 | Foto: picture alliance / dpaNachrichten über illegalen Organhandel im Ausland verunsichern zusätzlich.Bild 39 von 43 | Foto: APUm sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden, muss sich jeder zunächst mit der Vergänglichkeit des Lebens ...Bild 40 von 43 | Foto: picture-alliance/ ZB... und dem Tod bewusst auseinandersetzen.Bild 41 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaOrganspende ist in Deutschland anonym. Auf Wunsch kann den Angehörigen des Spenders jedoch mitgeteilt werden, ob die Transplantation erfolgreich verlaufen ist.Bild 42 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpaDie Entscheidung für oder gegen eine Organspende sollte jeder selbst treffen.Bild 43 von 43 | Foto: picture-alliance/ dpa