Bahnt sich eine Pogacar-Überraschung an?
Radsport-Superstar Tadej Pogacar arbeitet offenbar mit Hochdruck an einem überraschenden Comeback. Nur rund einen Monat nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta will der Slowene offenbar bereits bei den Europameisterschaften in Ljubljana an den Start gehen.
Wie die spanische Zeitung "El País" berichtet, versucht Pogacar derzeit, sein Team UAE Team Emirates-XRG von einer vorzeitigen Rückkehr in den Rennbetrieb zu überzeugen. Die EM findet am 4. Oktober in seiner slowenischen Heimat statt.
Für Pogacar wäre ein Start eine bemerkenswerte Kehrtwende. Seine Vuelta war auf der achten Etappe abrupt beendet worden. Rund 31 Kilometer vor dem Ziel stürzte der 27-Jährige und musste das Rennen aufgeben. Pogacar erlitt einen Bruch des linken Schlüsselbeins sowie einen Bruch des siebten Halswirbels. Hinzu kamen Schnittverletzungen und zahlreiche Prellungen. Das Schlüsselbein wurde anschließend in Barcelona erfolgreich operiert.
Nächste bittere Enttäuschung für Füchse Berlin
Handball-Pokalsieger Füchse Berlin hat bei der Klub-WM in Ägypten nach dem Finale in enttäuschender Manier auch die Chance auf Bronze verpasst. Der zweimalige Titelgewinner kassierte zum Gruppenabschluss durch ein 27:30 (14:16) gegen Gastgeber Al Ahly seine zweite Vorrundenniederlage in der Gruppe B und spielt damit nur um Platz fünf.
Zum sportlich für Berlin uninteressanten WM-Abschluss trifft das Team von Trainer Nikolej Krickau in der Platzierungsrunde am Donnerstag (14.00 Uhr) auf den brasilianischen Vertreter EC Pinheiros
City-Boss wittert "Verschwörungstheorien der Premier League"
Manchester Citys Geschäftsführer Ferran Soriano hat das Verfahren gegen seinen Klub als das Ergebnis einer "Verschwörungstheorie der Premier League" bezeichnet und ist überzeugt, dass es keinerlei Sanktionen geben wird. ManCity verfüge über "unwiderlegbare Beweise", die die eigene Unschuld belegen sollen, behauptete Soriano in einer Videobotschaft an die Belegschaft des Klubs.
Zuvor hatte die Premier League mitgeteilt, dass ManCity im Finanzskandal wegen schwerwiegender Verstöße offiziell in den meisten Anklagepunkten für schuldig befunden worden sei. Es drohen heftige Sanktionen: Von einer hohen Geldstrafe bis hin zum Zwangsabstieg oder der Aberkennung einiger Titel ist alles denkbar.
Nächste schwere Verletzung schockt Werder Bremen
Sturm-Hoffnung Salim Musah wird dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen für mehrere Monate fehlen. Der 20-Jährige zog sich bei der deutschen U20-Nationalmannschaft eine schwere Verletzung am linken Oberschenkel zu.
"Das ist unglaublich bitter für Salim und tut mir wahnsinnig leid für ihn", wird Werder-Trainer Daniel Thioune in einer Mitteilung des Klubs zitiert. "Auch für uns als Team ist es ein herber Rückschlag, denn Salim hat sich sehr gut entwickelt." Der Angreifer werde "erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen können". Die Bremer haben seit Beginn der neuen Bundesliga-Saison großes Verletzungspech. Neben Musah werden auch Jens Stage (Sehnenriss) und Justin Njinmah (Oberschenkel) noch lange ausfallen.
Mega-Strafe droht: Rooney will City-Titel gar nicht haben
Wegen Verstößen gegen die Finanzregeln in mehr als 100 Fällen droht dem englischen Spitzenklub Manchester City eine harte Strafe bis zur Aberkennung mehrerer Meistertitel. Der frühere Stürmerstar Wayne Rooney vom Stadt- und Titelrivalen Manchester United möchte die englische Fußball-Meisterschaft aber gar nicht nachträglich zuerkannt bekommen. 2012 hatte er mit United hinter City Platz zwei belegt.
"Ehrlich gesagt würde ich mich nicht wohl dabei fühlen, eine weitere Premier-League-Medaille entgegenzunehmen. Denn ich glaube nicht, dass wir sie verdient haben", sagte der 40-Jährige in dem Podcast "Stick to United". "Wir haben in jener Saison nicht genug geleistet, um die Meisterschaft zu gewinnen. Man mag sie uns vielleicht zusprechen, aber ich würde sie nicht haben wollen."
Umworbener Tresoldi wird zum U21-Kapitän befördert
Der umworbene Deutsch-Italiener Nicoló Tresoldi wird die U21 in den abschließenden beiden EM-Qualifikationsspielen als Kapitän auf den Platz führen. "Er hat sich das verdient", sagte DFB-Trainer Antonio Di Salvo vor der Begegnung am Mittwoch (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) beim krassen Außenseiter auf Malta: "Ich möchte sehen, wie er reagiert mit so einer Binde am Arm, wie er damit umgeht und sich vielleicht noch mehr in der Verantwortung sieht."
Tresoldi (22/FC Brügge), der sich erst im Sommer für Deutschland oder sein Geburtsland Italien entscheiden will, hatte die Kapitänsbinde bereits am vergangenen Samstag in Lettland (4:0) nach der Auswechslung von Tom Bischof übernommen.
73 Jahre Fahrverbot, weil Freundin dieses Video postet
Der argentinische Stürmer Mauro Icardi kassiert in seiner Heimat Argentinien eine vorsorgliche Fahrsperre bis zum Ende des Jahrhunderts. Auslöser dafür ist ein Instagram-Video seiner Partnerin, bei dem sie sich aus dem Fenster eines fahrenden Autos streckt.

73 Jahre Fahrverbot, weil Freundin dieses Video postet
Nach Protestspiel gegen Israel: Irland fühlt sich "unwohl"
Die Fußball-Nationalmannschaft von Irland gibt sich noch Bedenkzeit, wie sie im Nations-League-Rückspiel mit dem Gegner Israel umgehen wird. "Wir haben noch nicht zu 100 Prozent entschieden, wie wir vorgehen werden", sagte Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson vier Tage vor der für Samstag (20.45 Uhr) angesetzten Partie, die wegen der politischen Aufladung auf neutralem Boden im serbischen Topola geplant ist.
"Wenn wir heute Abend nach Hause kommen, geben wir ihnen morgen einen freien Tag, damit sie nach Hause fahren und einen Tag mit ihren Familien, Freunden und Angehörigen verbringen können", sagte Hallgrimsson, dessen Team zuvor am Donnerstag (20.45 Uhr) in der Gruppe B3 in Österreich antritt. Irlands Nationaltrainer berichtete davon, dass es innerhalb seiner Mannschaft geteilte Meinungen über das Rückspiel gebe, das aus Sorge vor Ausschreitungen erneut ohne Fans geplant ist. "Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir uns erstens alle unwohl fühlen. Zweitens haben wir unterschiedliche Meinungen, und wir sollten den Menschen erlauben, unterschiedliche Meinungen zu haben."
Trotz Doping-Ärger: DFB-Star zurück in der Nationalelf
Eintracht Frankfurts Kapitänin Laura Freigang steht trotz eines laufenden Disziplinarverfahrens im Kader des Fußball-Nationalteams. "Laura ist spielberechtigt, sie hat mit sportlichen Leistungen überzeugt - deswegen ist sie dabei", sagte Nia Künzer, DFB-Direktorin Frauenfußball, bei einer Pressekonferenz zur Nominierung des Kaders für die Länderspiele gegen Australien am 9. Oktober in Karlsruhe und am 13. Oktober gegen Japan in Bremen.
Gegen Freigang läuft seit Monaten ein Verfahren: Innerhalb von zwölf Monaten soll die 28-Jährige laut Angaben der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) dreimal für eine Dopingkontrolle nicht an dem von ihr angegebenen Ort gewesen sein. Wegen der verpassten Tests droht der 44-maligen Nationalspielerin eine lange Sperre. Der Fall liegt nun beim Deutschen Fußball-Bund, der für das Disziplinarverfahren gegen die Sportlerin verantwortlich ist. Diese sogenannten Strikes sind ein Verstoß gegen die Meldepflicht, der laut NADA in der Regel zu einer Sperre von zwei Jahren führt. Unter Dopingverdacht steht Freigang nicht.
Schlechtes Zeichen? Ferrari stützt Teamchef Vasseur ausdrücklich
Inmitten der sportlichen Krise und Gerüchten über eine mögliche Trennung hat Ferrari seinem Formel-1-Teamchef Fred Vasseur den Rücken gestärkt. "Wir haben Vertrauen in Fred und sein Team. Es hat sich nichts geändert", erklärte eine Sprecherin des Rennstalls bei einer kurzfristig einberufenen Schalte vor dem Grand Prix von Bahrain in Malaysia im Namen von Ferrari-Präsident John Elkann und des Vorstandschefs Benedetto Vigna.
Der Franzose Vasseur ist seit Januar 2023 Teamchef von Ferrari und sollte die Scuderia endlich wieder zum WM-Titel führen. Diese Saison galt mit dem neuen Reglement als Riesenchance. In der Konstrukteurswertung haben die Italiener als Zweiter aber schon 160 Punkte Rückstand auf Mercedes. Lewis Hamilton als WM-Dritter und Charles Leclerc als WM-Fünfter haben in der Fahrerwertung bestenfalls vage Chancen auf den Titel.
All das schwächt die Position von Vasseur. So brachte sich der frühere Red-Bull-Teamchef Christian Horner am vergangenen Wochenende erneut als möglicher Retter ins Gespräch. "Jeder weiß, dass Herr Horner auf der Suche nach einem Job ist, und zwar überall", entgegnete Vasseur, der erst im Sommer 2025 seinen Vertrag bei Ferrari langfristig verlängert hatte. "Aber was kann ich schon tun? Ich kann nur versuchen, mein Bestes zu geben, das Team voranzubringen und die Mitarbeiter zu motivieren."
Razzien und Festnahmen bei Schiedsrichtern
Bei Razzien im türkischen Fußball sind der Vorsitzende des zentralen Schiedsrichterausschusses MHK, Ferhat Gündogdu, und sechs weitere Verantwortliche festgenommen worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, waren zuvor Ermittlungen wegen des Verdachts von "Misshandlung", "Urkundenfälschung", "Vertrauensmissbrauch" und "rechtswidriger Erlangung personenbezogener Daten" eingeleitet worden. Zuständig ist die Abteilung für illegale Wetten und Sportkriminalität der Staatsanwaltschaft Istanbul.
Der MHK ist das Gremium des türkischen Fußballverbands, das Schiedsrichter für Ligaspiele einstuft, einsetzt und deren Leistung bewertet. Ihre Entscheidungen stehen seit langem im Fokus der türkischen Vereine und Fans, die die Schiedsrichterbesetzungen häufig in Frage stellen. Ein Zusammenhang zum Skandal im türkischen Fußball wegen der Vorwürfe illegaler Sportwetten gegen Schiedsrichter, Spieler und Vereinsfunktionäre besteht ersten Erkenntnissen zufolge nicht.
Bericht: München wollte DFB-Spiel gegen Serbien nicht haben
Die Stadt München ist einem Bericht der "Abendzeitung" zufolge nicht glücklich mit der Ansetzung des Heimspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an diesem Donnerstag. Es gehe um den Termin der Nations-League-Partie gegen Serbien ausgerechnet zur Oktoberfestzeit. So habe das Kreisverwaltungsreferat angesichts der Ansetzung gewarnt. "Wir haben angemerkt, dass wir eine Verschiebung für sinnvoll gehalten hätten", sagte eine Sprecherin gegenüber der "AZ" und schilderte: "Das wäre eine Erleichterung gewesen, weil die Wiesn so viele Ressourcen bindet."
Eine zeitliche Verschiebung ist angesichts des engen und seit Jahren festgezurrten internationalen Fußball-Terminkalenders unmöglich. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hätte allerdings einen anderen Spielort wählen können. Logistische Gründe wurden nach der Vergabe an Augsburg (0:1 gegen Griechenland) und München für die ersten beiden Heimspiele in der Nations League angegeben. Die DFB-Auswahl wohnt und trainiert im fränkischen Herzogenaurach.
Brauchte "besonderen Grund": Darts-Legende Phil Taylor verkündet Comeback
Darts-Legende Phil Taylor will es noch einmal wissen und kündigt sein Comeback an. Mehr als acht Jahre nach seinem Abschied von der großen Profi-Tour will der 16-malige Darts-Weltmeister wieder bei einem Turnier antreten. Ende November startet "The Power" bei einem Team-Wettbewerb im englischen Portsmouth.
Dabei bekommt der 66 Jahre alte Taylor prominente Unterstützung. Gemeinsam mit dem zweimaligen Weltmeister Adrian Lewis bildet er das englische Team. Beide kennen sich bestens: Taylor und Lewis gewannen zwischen 2012 und 2016 viermal gemeinsam den World Cup of Darts für England.
"Ich wurde schon oft gefragt, ob ich noch einmal zurückkehren würde. Wenn, dann musste es einen besonderen Grund geben. Adrian gehört zu den wenigen Menschen, für die ich meine Darts wieder auspacken würde", sagte Taylor beim Streamingdienst Pluto.TV, der das Turnier vom 23. bis 28. November übertragen wird.
Lewis ergänzte: "Wir wissen, was es braucht, um als Duo erfolgreich zu sein, und ich freue mich darauf zu sehen, was wir gemeinsam erreichen können." Taylors Erfolgsbilanz ist bis heute unerreicht. Zwischen 1990 und 2013 wurde er 16-mal Weltmeister, zeitweise gewann er acht WM-Titel nacheinander.
"Täuschung": Startrainer attackiert Manchester City
Der langjährige Premier-League-Trainer und aktuelle US-Coach Mauricio Pochettino hat mit Empörung auf den Fall Manchester City und die mögliche Verurteilung des zehnmaligen englischen Fußball-Meisters reagiert. "Wo waren die Kontrollen? Das ist es, was mich am meisten beschäftigt", sagte der 54-Jährige bei seiner Pressekonferenz zum Länderspiel der USA gegen Chile. "Wir haben eine Zeit erlebt, in der es keine sportliche Gerechtigkeit gab. Wie lässt sich all das wieder reparieren, was dadurch beschädigt wurde? Wenn es stimmt, dass gegen 114 Regeln verstoßen wurde, dann haben wir eine Zeit der Täuschung durchlebt."
Der Argentinier Pochettino trainierte von 2014 bis 2019 den Man-City-Rivalen Tottenham Hotspur und übernahm 2023 für eine Saison den FC Chelsea. "Ich erinnere mich, dass wir das neue Stadion gebaut haben und 18 Monate lang nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten hatten, einen Transfer zu tätigen", sagte Pochettino. Das habe daran gelegen, dass Tottenham sich an die Regeln der Premier League hielt. "Sie waren so streng mit uns und so nachsichtig mit anderen. Deshalb sage ich: Das alles ist sehr seltsam."
Presse außer sich: "Italien zerfetzt die Türkei"
Nach dem ersten Sieg unter dem neuen Trainer Roberto Mancini stimmt die sonst so kritische italienische Presse Lobeshymnen an. "Mancinis Revolution funktioniert: Italien gibt sich einen Ruck und zerfetzt die Türkei. Seit langer Zeit haben die Azzurri nicht mehr so gut gespielt", lobte die "Gazzetta dello Sport". Die "La Repubblica" sprach von der "Auferstehung der Azzurri" und bescheinigte der Mannschaft eine technisch herausragende Leistung, wie man sie "seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen" habe.
"Tuttosport" schrieb nach dem "Desaster" mit dem 0:2 gegen Belgien von einer beinahe perfekten Vorstellung und befand: "Trainer Mancini hat die Nationalelf endlich im Griff." Die Squadra Azzurra präsentierte sich am Montag in der Tat wie ausgewechselt und gewann im strömenden Regen von Bursa mit 4:1 (3:0). Für den italienischen Trainer der Türkei, Vincenzo Montella, dürfte die Luft damit immer dünner werden.
Fünf-Tore-Spektakel: Italien lässt Türken heftig leiden
Die Squadra Azzurra ist wieder da. Die Mannschaft von Roberto Mancini setzt im Auswärtsspiel der Nations League in der Türkei ein deutliches Ausrufezeichen und kommt zu einem Kantersieg.

Fünf-Tore-Spektakel: Italien schießt die Türkei ab
Matthäus stellt brisante Kimmich-Frage
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus nimmt nach der 0:1-Pleite der Nationalmannschaft in der Nations League gegen Griechenland vor allem die DFB-Stars in die Pflicht. "Die Griechen haben gut verteidigt, aber wir hatten keine Lösungen. Barcelona oder Bayern spielen auch oft gegen tief stehende Gegner. Warum haben unsere Spieler in ihren Klubs Lösungen, aber nicht im DFB-Team?", schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner "Sky"-Kolumne.
"Ich will niemanden anzählen, aber hat Karim Adeyemi in den Niederlanden und gegen die Griechen so gedribbelt und so abgeschlossen wie in Barcelona? Er hat das Recht zu dribbeln, aber er hat auch das Recht, ein Tor zu machen aus Chancen, die er bei Barca zuletzt verwertet hat", so der 65-Jährige. Matthäus fragte auch: "Hat Felix Nmecha so gespielt wie in Dortmund? Sein Zweikampfverhalten vor dem 0:1 war kreisligareif."
Auch den Kapitän ließ er nicht außen vor. "Warum spielt Kimmich in der Nationalmannschaft nicht so wie in München?", fragte Matthäus und erklärte: "Kimmich hat dort Mitspieler auf Weltklasse-Niveau, wie Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz. Er selbst hat bei Bayern den Unterschied ausgemacht, aber im DFB-Team bisher noch nicht. Ich traue es ihm aber auf jeden Fall zu."
Das System des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp sei "ähnlich wie das des FC Bayern", führte Matthäus aus. "Er erwartet die gleichen Dinge von seinen Spielern wie die Vereinstrainer. Deswegen nehme ich nicht nur den Bundestrainer in die Pflicht, sondern auch die Spieler. Sie bringen Qualität und Erfahrung mit, aber wenn sie diese Qualitäten nicht zeigen, funktioniert es nicht."
Krachendes Debakel für Weltmeister Littler
Darts-Weltmeister Luke Littler hat die nächste herbe Enttäuschung erlebt. Der Dominator aus England scheiterte beim World Grand Prix in Leicester völlig überraschend schon in der ersten Runde und zeigte dabei eine ungewohnt schwache Vorstellung. Bei der 1:2-Niederlage gegen seinen Landsmann Luke Woodhouse kam Titelverteidiger Littler nur auf einen Average von 82,41 Punkten. Erst vor einer Woche war er bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam schon im Viertelfinale ausgeschieden.
Im Anschluss hatte er aufgrund anhaltender Anfeindungen durch Zuschauer mit einem Boykott von Turnieren auch in den Niederlanden gedroht. Wegen ähnlicher Erfahrungen in Deutschland hatte er auf European-Tour-Turniere verzichtet.
Eigentlich wollte Überflieger Littler alle Majorturniere in diesem Jahr gewinnen, in Amsterdam endete die Serie nach sechs Triumphen. Auch der World Grand Prix ist ein Major-Turnier, bei dem im ungewöhnlichen Modus "Double in, Double out" gespielt wird. Der einzige deutsche Teilnehmer Niko Springer schied am Montag ebenfalls in der ersten Runde durch ein 1:2 gegen den Niederländer Danny Noppert aus.
Marathon-Sieg mit gerissener Achillessehne - wie geht das?
Tigst Assefa liegt beim Berlin-Marathon auf Weltrekord-Kurs - dann rebelliert der Körper der Äthiopierin. Mit gerissener Achillessehne und unter "unvorstellbaren Schmerzen" schleppt sie sich noch zum Sieg und Streckenrekord, verpasst aber die Allzeit-Bestmarke. Rennärztin Dr. Lock erklärt, wie das überhaupt möglich war.

Marathon-Sieg mit gerissener Achillessehne - wie geht das?
Atemberaubendes Solo von Olise macht Zidane verrückt
Michael Olise hat nach seinem Siegtreffer gegen Belgien Lob von höchster Stelle erhalten. "Er ist ein absolutes Naturtalent und liebt es einfach, Fußball zu spielen. Das sieht man", sagte der neue französische Nationaltrainer Zinedine Zidane über den Star von Bayern München: "Er fühlt das Spiel. Ich freue mich, an seiner Seite zu sein."

Atemberaubendes Solo: Joker Olise rettet Frankreich
Olise hatte kurz nach seiner Einwechslung in Brüssel das entscheidende Tor erzielt. Zidane, sichtlich emotional, stürmte beim Jubeln die Linie entlang und schoss einen dort platzierten Ball zur Seite. "Wir waren in allen Bereichen wirklich gut. Gegen eine sehr starke belgische Mannschaft, die uns das Leben schwer gemacht hat, haben wir standgehalten, sehr gut gespielt und Mut bewiesen", sagte er.
Nach Auswärtssiegen in Belgien und der Türkei (jeweils 1:0) führt Frankreich die Gruppe A1 der Nations League derzeit an. "Wir brauchen jetzt eine Pause. Wir sind viel gereist und hatten nicht viel Zeit zum Trainieren oder Ausruhen", betonte Zidane.
Tuchel kocht die Lage in England runter
Thomas Tuchel sieht die englische Nationalmannschaft vor dem zweiten Spieltag der Nations League noch nicht unter Zugzwang. "Es ist ein bisschen früh in der Gruppe für ein Spiel mit Siegpflicht", sagte der Three-Lions-Coach vor dem Duell mit Tschechien in Prag. Nach dem 2:3 gegen Weltmeister Spanien zum Auftakt ist ein gutes Ergebnis für die Engländer dennoch wichtig.
"Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das war gegen Spanien unser Ziel und ist es auch jetzt", sagte Tuchel. Gerade nach einer Niederlage sei ein gutes Ergebnis wichtig, "um Selbstvertrauen, Unterstützung und Glauben" zu bekommen. England hatte gegen Spanien eine 2:1-Führung noch aus der Hand gegeben.
Ob Tuchel seine Startelf dabei unverändert lassen kann, ist offen. Ezri Konsa und Nico O'Reilly, die gegen Spanien von Beginn an gespielt hatten, plagen laut Tuchel "kleinere Probleme". Der 53-Jährige kündigte an, gemeinsam mit Ärzten, Physiotherapeuten und den Spielern über deren Einsatz zu entscheiden.
Warnung an Klopp: "Er muss jetzt aufpassen"
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg hat Bundestrainer Jürgen Klopp vor einem Umschwung in der öffentlichen Meinung gewarnt. "Er muss jetzt aufpassen: Sollte in den nächsten Spielen weiter keine Besserung eintreten, wird sich der Ton auch ihm gegenüber schnell verschärfen. Darauf muss er vorbereitet sein", schrieb Effenberg in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.
Klopp war mit einem 1:1 in Amsterdam gegen die Niederlande in seine Amtszeit gestartet, es folgte eine 0:1-Niederlage gegen Griechenland in Augsburg. "Klopp weiß ganz genau: Die Öffentlichkeit verzeiht ihm mehr als einem anderen Trainer. Aber: An ihn werden auch größere Erwartungen gestellt als an andere Trainer", so Effenberg weiter.
Die DFB-Auswahl trifft in ihrem dritten Nations-League-Spiel am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF und im Liveticker bei ntv.de) in München auf Serbien, drei Tage später folgt das Rückspiel gegen Griechenland in Thessaloniki. Die bisherigen Leistungen sieht Effenberg kritisch. "Es war kein Fortschritt erkennbar, keine neue Spielidee. Und das muss – bei aller Perspektive – Sorgen machen", schrieb der Vize-Europameister von 1992.









